Touch-and-go oder Deja-vu?

Lieber Don Willi,

was war das denn gestern? 5:1 hat der große FCB die Stuttgarter aus ihrem eigenen Stadion geschossen. Wenn RIbéry nicht in unfassbar überheblicher und fahrlässiger Art und Weise einen Elfer verschossen (Ich bin immer noch sauer) und Bayern generell nach dem 5:0 in der 60. Minute den Spielbetrieb eingestellt hätte, wohl um sich für das Freitagsspiel in Hamburg zu schonen, dann hätte es ein zweistelliges Ergebnis werden können.

Lag das jetzt aber am unbestreitbar sehr schwachen Gegner, der versuchte, zweikampffrei durch ein Pokalachtelfinale zu kommen? Oder waren die Bayern einfach so schnell und vor allem das Passspiel so zwingend, dass Stuttgart erst im Zweikampf war, wenn der Ball schon wieder weg war? Wahrscheinlich von beidem ein bisschen.

Jedenfalls ist unklar, ob Bayern jetzt durchstartet, oder ob dieses 5:1 eine Art Wiedergänger des 4:1 vom dritten Hinrundenspieltag gegen die Hertha ist. Damals dachte man auch, Bayern könne die Liga überrennen mit seiner als retro-revolutionär gefeierten 3-5-2-Taktik. Und dann kam Werder in die Allianz-Arena…

Nun, am Freitag wissen wir mehr. Wenn Bayern auch beim HSV einen vergleichbaren Auftritt hinlegt, wenn auch wohl nicht ein vergleichbares Ergebnis, dann hätte ich echte Hoffnung, dass Klinsmann nach einem erfreulich problemlosen Bayern-Trainingslager endlich einen Draht zur Mannschaft gefunden hat. Gestern konnte ich tatsächlich zum ersten Mal Unterschiede zum Spiel der letzten Saison erkennen. Es bliebt spannend, und zwar vor allem dann, wenn ein guter Gegner auch mal versucht, uns wirklich anzugreifen. Denn zwei Aluminiumtreffer und ein Abseitstor konnte selbst dieser VfB gestern verzeichnen…

Viele Grüße,
dein surfguard

Schlagworte: , ,

Kommentieren